
Selbst entscheiden oder Verantwortung übertragen?
Es stellt sich die Frage, inwiefern Unternehmenskulturen dieses Bestreben tatsächlich abbilden. Schliesslich müssen Führungskräfte ein feines Gespür dafür entwickeln, wann sie sich aktiv einbringen und wann sie passiv bleiben müssen, wann sie Verantwortung übertragen und wann sie selbst entscheiden müssen, wo es das Hinschauen braucht und wo man wegschauen kann – und soll.
Verschiedene Sichtweisen einzubinden, sich auf Augenhöhe zu begegnen und eine offene Feedbackkultur zu pflegen sind heute wichtige Kulturthemen. Ehrlichkeit, Transparenz und eine Umgebung, in der Fehler als Lernchancen willkommen sind, stiften Vertrauen. Doch das ist im Alltag nicht einfach. Führungskräfte müssen Kritik zulassen, Diskussionen austragen sowie Misserfolge aushalten.
In gut funktionierenden Teams braucht es in Transformationsprozessen nicht nur Menschen, die vorwärtsstreben und Neues wagen, sondern je nach Aufgabe auch solche, die Stabilität und Konstanz sicherstellen. Attraktive Arbeitsbedingungen gehen heute auf die Ansprüche der jungen Generation auf dem Arbeitsmarkt ein und bieten Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung, während sie gleichzeitig die Bedürfnisse der älteren Generation berücksichtigen.
In Transformationsprozessen gibt es verschiedene Geschwindigkeiten. Während einzelne Projekte relativ schnell durchgezogen werden können, benötigt organisatorischer und kultureller Wandel sehr viel Zeit. Geduld scheint nicht in der Natur von CEOs zu liegen, will jedoch gelernt sein. Denn Transformation erfordert Beharrlichkeit, Konsistenz und Ausdauer. Change geht nie schnell.
Lesen Sie den gesamten Leading Transformation Report 2024/2025